Bewerbung bis: 22.02.2019

IntegrationsbeauftragteR­ in Personalunion mit der­ Abteilungsleitung (m/w/d)

im Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration

Zum nächstmöglichen Zeitpunkt ist im Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration in der Abteilung „Integration/Kommunales Integrationszentrum“ die Stelle der/des Integrationsbeauftragten in Personalunion mit der Abteilungsleitung (männlich/weiblich/divers) in Vollzeit und unbefristet zu besetzen.

Der Rat der Stadt Aachen hat im Juli 2018 einstimmig das neue Integrationskonzept der Stadt Aachen verabschiedet.

Das neue Konzept folgt auf das vor zwölf Jahren vom Rat der Stadt Aachen verabschiedete erste Integrationskonzept und wurde in einem dreijährigen partizipativen Prozess entwickelt.

Während das alte Konzept unter dem Eindruck des gerade in Kraft getretenen neuen Zuwanderungsgesetzes unter dem Aspekt des Förderns und Forderns entwickelt wurde, formuliert das neue Konzept Ideen und Maßnahmen aus dem Blickwinkel einer integrativen Stadtgesellschaft. Das Fundament des neuen Integrationskonzeptes wird mit der Formulierung einer „Aachener Haltung zum Zusammenleben in Vielfalt“ gelegt. Im neuen Integrationskonzept wurden in neun Handlungsfeldern insgesamt 107 Maßnahmen zur Integration beschrieben.

Der/die Integrationsbeauftragte ist die/der zentrale/r Ansprechpartner/in für alle Akteure der Integrationsarbeit in der Stadt Aachen. Sie/er vertritt dieses Thema sowohl im fachlichen Kontext als auch in der Öffentlichkeit.

In Personalunion mit der Funktion der Abteilungsleitung unterstützt der/die Integrationsbeauftragte die integrativen Ziele der Stadt Aachen.

Ihre Aufgabenschwerpunkte

Auf der Grundlage des Integrationskonzeptes, welches im regelmäßigen Turnus von 3 Jahren fortgeschrieben und weiterentwickelt wird, erarbeitet der/die Integrationsbeauftragte Strategien und Maßnahmen und bedient sich hierbei insbesondere dem Zusammenwirken und der Ergebnisse aus dem Integrationsmonitoring- und controlling, dem Integrationsbericht und ggf. themenbezogener weiterer Module der Integrationsarbeit.

Wesentliche Aufgabe der/des Integrationsbeauftragten ist die konzeptionelle Weiterentwicklung der strategischen Ziele der Integrationsarbeit.

Dabei ist es auch Aufgabe der/des Integrationsbeauftragten, alle relevanten Akteure miteinander zu vernetzen und die Kooperation und Zusammenarbeit, sowie die interkulturelle Öffnung durch Beratung innerhalb und außerhalb der Stadtverwaltung zu fördern.

Hierzu zählen u.a.:

  • ressortübergreifende interkulturelle Öffentlichkeitsarbeit zu migrantenspezifischen Themenschwerpunkten (Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, z.B. „Integrationskonferenz“, „Tag der Integration“ oder „Einbürgerungsfeier“; Förderung der kulturellen Aktivitäten der verschiedenen Nationalitäten; Aufklärungsarbeit zum Abbau von Vorurteilen, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus durch Vorträge und Diskussion zur Situation der Migranten; Informationen zur aktuellen Ausländerpolitik; Organisation von Begegnungs- und Gesprächszirkeln)
  • Gremien- und Netzwerkarbeit (z.B. Überregionale Vernetzung auf Bundes- oder Landesebene über die Kommunalen Integrationszentren; Beratung der Mitglieder des Integrationsrates mit dem Ziel der Verbesserung von Teilhabe und Partizipation; Netzwerke mit der StädteRegion Aachen, der RWTH; Zusammenarbeit mit beteiligten Fachbereichen innerhalb der Stadtverwaltung; Verantwortung gegenüber politischen Gremien, u.a. Berichtwesen in städtischen Ausschüssen zum Stand der Integration; Leitung von und Mitgliedschaft in div. Arbeitskreisen/Netzwerkgruppen, z.B. AK „Dialog der Religionen“, u.a.)
  • Ausübung der Dienst- und Fachaufsicht für die Bereiche Geschäftsstelle Integrationsrat, Beratungsstelle Wegweiser, Kommunales Integrationszentrum und Nadelfabrik inklusive Führen von Beurteilungsgesprächen, Mitarbeitergesprächen und Festlegen von Zielvereinbarungen
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, d.h. Erstellung von Vorlagen und Präsentationen für interne und externe Gremien
  • Haushaltsplanung und Budgetkontrolle im eigenen Produktbereich

Das bringen Sie mit

  • Sie verfügen über die Laufbahnbefähigung der Laufbahngruppe 2 erstes Einstiegsamt (bisher gehobener Dienst) für den allgemeinen Verwaltungsdienst oder die erfolgreiche Absolvierung des Angestelltenlehrgangs II oder ein abgeschlossenes Studium (Diplom-FH/Bachelor) der Fachrichtungen Sozialwissenschaften, Soziale Arbeit, Geisteswissenschaften bzw. einer vergleichbaren Fachrichtung.
  • Sie verfügen vorzugsweise bereits über Führungserfahrung und sind in der Lage, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen durch einen integrativen und kooperativen Führungsstil zu motivieren und zu überzeugen.
  • Persönliche und fachliche Integrität, sowie zielorientiertes Handeln, da die Aufgabenerfüllung im Fokus der Politik und der Öffentlichkeit steht
  • Initiative und Durchsetzungsvermögen zur Erreichung der Ziele bei meist unterschiedlichen Interessenlagen zwischen den verschiedenen internen und externen Akteuren
  • Verhandlungsgeschick und Überzeugungsvermögen im Umgang mit Führungspersonal der verschiedensten Einrichtungen und Institutionen
  • Fähigkeit des Konzeptionellen Arbeitens unter Beachtung der vorhandenen Ressourcen
  • Interkulturelle Kompetenzen, interkulturelle Kommunikation
  • Positive Grundhaltung gegenüber den unterschiedlichen Kulturen und Werten
  • Wahrnehmung und Analyse von interkulturellen Problemsituationen und Bedarfslagen
  • Offenheit für religiöse Themen, Wissen um die Bedeutung der Religion für den Integrationsprozess
  • Soziale Kompetenzen, insbesondere Kommunikations- und Kontaktfähigkeit, auch Konfliktfähigkeit im Umgang mit Menschen verschiedenster Kulturkreise
  • Fundiertes Fachwissen in den Themenbereichen Migration und Interkulturelle Öffnung sowie über aktuelle Entwicklungen in der Migrationsgesellschaft
  • Sie besitzen die Bereitschaft, außerhalb der regulären Dienstzeiten Termine wahrzunehmen

Bewerbungen von Master-/Universitätsabsolventen/innen (m/w/d) werden gerne entgegen genommen. Es wird aber darauf hingewiesen, dass eine Eingruppierung nur Entgeltgruppe 12 TVöD (neue Entgeltordnung) erfolgen kann.

Der Auswahlprozess zur Besetzung der Funktion setzt sich zusammen aus einer Vorauswahl gemäß den veröffentlichten Standards in Auswahlverfahren und einem sich anschließenden erweiterten Auswahlverfahren zur Feststellung der Führungs-, Sozial- und Methodenkompetenzen.

Mit der Übertragung der Führungsfunktion ist der Besuch einer Führungsfortbildung (D 300) verbindlich vorgeschrieben.

Die Besetzung der Stelle mit Teilzeitkräften ist mit der Maßgabe möglich, dass eine ganztägige Besetzung sichergestellt ist. Die jeweiligen Arbeitszeiten für Teilzeitkräfte sind daher in Absprache mit der Fachbereichsleitung festzulegen.

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